Über uns

Entstehung

Etwa im Jahr 1990 hat Martin Zeller die Bergsport-Abteilung des TSV-Hohenbrunn ins Leben gerufen und die Übungsräume für das Kletter- und Krafttraining aufgebaut. Zu dieser Zeit gab es im Raum München keine anderen öffentlich zugänglichen Klettertrainingsräume und daher haben auch später sehr bekannte Kletterer hier zeitweise trainiert (etwa Thomas und Alexander Huber – die Huber-Buam -, Bernhard Thum, Michael Meisl, Bernhard Reinmiedl sowie die 2014 verstorbene Marietta Uhden und Uli Lindenthal – beide Mitglieder des DAV-Wettkampfkaders).

Die Abteilung wurde dann von Thomas Heigl weitergeführt, der selbst viele der bekannten Kletterer persönlich kannte, unter anderen den legendären Wolfgang Güllich und den 2010 verstorbenen Kurt Albert. Gleichzeitig entstanden zu dieser Zeit Kletterhallen, in denen das Klettern mit Seil möglich war, und das Interesse der Kletterer galt nun diesem neuen Angebot. Da in dem Kletter-Trainingsraum des TSV-Hohenbrunn wegen der geringen Wandhöhe Klettern mit Seil wenig Sinn macht, verlor das Angebot des TSV etwas an Attraktivität. Das könnte sich jetzt allerdings wieder ändern, da sich ein Teil der Kletterer dem sog. Bouldern zugewandt hat und diese Spielart des Kletterns sehr gut zu unseren Trainingsmöglichkeiten passt.

Was ist Bouldern?

Bouldern ist das Klettern an Felsblöcken geringer Höhe (engl.: boulder „Felsblock“), bzw. an künstlichen Kletterwänden. Da hierbei in Absprunghöhe geklettert wird, benötigt man zum Bouldern lediglich Kletterschuhe; im Gegensatz zum Sportklettern sind Klettergurt und -seil überflüssig.

Angebot

Traditionell heißt unsere Abteilung ‚Bergsport‘, aber Bergsport ist mehr als Klettern, da Bergsport alle vorzugsweise in den Bergen ausgeübten Betätigungen wie Bergwandern, Felsklettern, Hochtouren, Skitouren und Mountainbiken umfasst. Bei der Bergsportabteilung des TSV-Hohenbrunn liegt der Fokus auf dem Klettern und speziell auf dem sog. Sportklettern bzw. dem Bouldern; diese Varianten des Kletterns können im Gegensatz zum Alpinklettern sehr sicher (d.h. mit geringer Unfallgefahr) ausgeübt werden.

Das derzeitige Angebot zum Klettertraining gliedert sich nach Altersgruppen. Das Klettertraining für Kinder und Jugendliche findet im Gegensatz zum Erwachsenentraining nicht während der Schulferien statt; außerdem ist bei den Erwachsenen ein Training auf Vereinbarung und auf eigene Verantwortung (d.h. ohne Übungsleiter) möglich. Wegen der guten Nachfrage nach dem Kinder- und Jugendtraining soll das Angebot ggf. erweitert werden, wenn dies seitens der Übungsleiter möglich ist.

Ziel des Klettertrainings

Das Ziel des Klettertrainings umfasst mehrere Punkte:

Aufbau der Arm- und Fingerkraft (Ausdauer- und Maximalkraft-Training)
Verbesserung der koordinativen und kognitiven Fähigkeiten
Verbesserung der Körperspannung
Erweiterung des Bewegungsrepertoires bei der Bewältigung von Kletterrouten
Erlernen einer vorausschauenden Bewegungsfolge

Wir versuchen, diese Ziele etwa durch Klettern von vorgegebenen Routen bei unterschiedlicher Wandneigung und mit unterschiedlichen Schwierigkeiten (Größe der Griffe und Tritte, Abstand und Lage der Griffe und Tritte) zu erreichen. Außerdem kann man im Kraftraum kritische Muskelpartien gezielt trainieren.

Darüber hinaus hat das Klettern neben dem sportlichen Aspekt auch noch eine soziale Komponente, da es eine Sportart ist, die meist in einer Gruppe (Training, Bouldern und Sportklettern) oder aber zu zweit (alpines Klettern) ausgeübt wird.